Ziel des internationalen Netzwerks Global Genome Biodiversity Network (GGBN) ist es, den globalen Zugang zu genetischen Ressourcen und den mit ihnen verbundenen Informationen zu ermöglichen. Durch diese einzigartige Infrastruktur werden die Erforschung der biologischen Vielfalt und ihr Erhalt gestärkt sowie Entwicklungen im Bereich der Bioökonomie befördert. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Menge des über GGBN für globale Forschungszwecke zur Verfügung bereitgestellten Materials um die Hälfte und erreichte einen neuen Höchststand von rund 4,5 Millionen DNA-, Gewebe- und Umweltproben. Die Anzahl der Mitgliedsinstitutionen ist in diesem Zeitraum auf über 120 gewachsen. Das Portal für den digitalen Zugang zu GGBN-Sammlungen wurde für hohe Zugriffszahlen und die intuitive Suche ertüchtigt, die Technologie so weiterentwickelt, dass eine automatisierte Verknüpfung der Sammlungsdaten mit weiteren globalen Forschungsdateninfrastrukturen erfolgt. Geleitet wird das auf fünf Jahre angesetzte und zum Ende des Jahres auslaufende Vorhaben vom Botanischen Garten Berlin der Freien Universität Berlin. Um das Netzwerk weiterhin auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, arbeiten der Botanische Garten Berlin und das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) eng zusammen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat den Ausbau der digitalen Infrastruktur des GGBN mit 800.000 Euro gefördert.